In dieser Folge erkundet Jasper Knecht gemeinsam mit Verena Schnitzhofer, (langjähriges Mitglied des Quo Vadis Instituts), die Geschichte der Täufer.
Sie sprechen über ihre Arbeit, mit der sie deren Geschichte wieder ins öffentliche Bewusstsein rückt oder sie durch engagierte historische Forschung aus Archiven ans Licht bringt. Ein Großteil dieses Kapitels der Geschichte ist aus unserem kollektiven Gedächtnis verschwunden.
Während sich einige vielleicht noch vage daran erinnern, dass es einst eine Täuferbewegung gab, wissen nur wenige, dass diese auch in lokalen Gemeinden wie Salzburg eine bedeutende Rolle spielte. Aus diesem Grund wurde Verena von den Salzburger Nachrichten eingeladen, über dieses Thema zu sprechen („Verfolgt und hingerichtet: Die Geschichte der Täufer in Salzburg“).
Ausgehend von der Geschichte der Täufer reflektieren Jasper und Verena darüber, wie wichtig es ist, sich kritisch mit unserer Erinnerungskultur auseinanderzusetzen und wie wichtig es ist, vergangene Ungerechtigkeiten anzuerkennen und Verantwortung dafür zu übernehmen. In diesem Zusammenhang verweisen sie auch auf die öffentliche Entschuldigung von Kardinal Christoph Schönborn in Österreich, der die Täufer zur Rückkehr in das Land einlud (vgl. Artikel "The Power & Necessity of (State) Apologies" von Dr. Stefania Knecht).
Verena betont auch, wie wichtig es ist, einen offenen und ehrlichen Kontakt zu „den Anderen” zu pflegen, zu denen, die einem zunächst fremd oder anders erscheinen, und wie wichtig es ist, eine neugierige Haltung zu entwickeln gegenüber.
